Festakt zum 10-jährigen Jubiläum der SinN-Stiftung Nürnberg

Etwa 150 Gäste aus Kirche, Diakonie, Stadt und Stadtteil feierten am 6. Februar 2015 das 10-jährige Bestehen der SinN-Stiftung in Kirche und Gemeindehaus St. Leonhard. Auch Oberbürgermeister Maly, dessen Frau Petra Maly vor einem Jahr die Schirmherrschaft über die SinN-Stiftung übernommen hat, kam und sprach ein Grußwort.

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Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly mit Frau Petra. An der rechten Seite Ingeborg Weise von der Bürgerstiftung Nürnberg.

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In der gut gefüllten Kirche auch viele Ehrenamtliche der Stiftung. Hier: Sigbert Stenzel, Olga Kutscher und Jürgen Mandel.

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Die MitarbeiterInnen der SinN-Stiftung hielten die Festansprache gemeinsam: Vorstandsvorsitzender Dekan Dirk Wessel, Projektleiterin Dr. Sabine Arnold, Koordinatorin der "Lernträume" Maria Gorelova und Koordinatorin der "Stadtteilmütter für St. Leonhard" Irina Gerasimov.

Die SinN-Stiftung des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Nürnberg unterstützt die Kirche bei ihrer entscheidenden Aufgabe: die Orientierung, den Trost und die Kraft des Glaubens weiterzugeben an viele Menschen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten, Fragestellungen, Problemen und Interessen. Das breite Angebot der evangelischen Sonderseelsorge in Nürnberg erweitert die SinN-Stiftung mit ihrer Hinwendung zu den Aussiedlern aus den ehemaligen Staaten der Sowjetunion.

Knapp 40.000 russischsprachige Mitbürgerinnen und Mitbürger leben in Nürnberg. 12 % der Mitglieder unserer evangelischen Kirchengemeinden in Nürnberg haben Wurzeln in der ehemaligen Sowjetunion.

Gemeinsam mit diesen Menschen haben wir in den letzten Jahren unsere Angebote aufgebaut: Ein Netzwerk aus Seelsorge, Freizeitgestaltung und Bildung, in dem wir gemeinsam Menschen auffangen können. Und immer wieder können Menschen diese Angebote als Sprungbrett nutzen zu einer besseren Schulkarriere, einem Ehrenamt oder einem Job.

Ganz nah an den Bedürfnissen der Menschen in den Stadtteilen St. Leonhard und Schweinau das Projekt „Lernträume – internationaler Nachhilfeunterricht“, in dem ehrenamtliche Lehrkräfte Schülern und Erwachsenen Nachhilfe und Sprachunterricht erteilen. Bildung ist ein Türöffner in unsere Gesellschaft und bietet Schutz vor Arbeitslosigkeit.

Im  Arbeitsbereich „Stadtteilmütter für St. Leonhard“ werden russisch-sprachige Frauen qualifiziert und helfen anderen Zuwandererfamilien, sich in unserer Gesellschaft zu Recht zu finden. Aus der aktuellen Notwendigkeit heraus arbeiten sie seit drei Jahren mit Flüchtlingen.

Ob in Kinderworkshops, Chören, dem Nachhilfeunterricht oder bei Hausbesuchen. Am Ende haben alle gewonnen: die einen an Wissen und Unterstützung, die Helfenden an Selbstbewusstsein, wir als Kirche ein lebendiges Gemeindeleben und die Stadt Nürnberg kompetente Bürger.

Ein großes Dankeschön ging an alle Unterstützer der letzten 10 Jahre: die ehrenamtlichen Vorstände, die Schirmherrinnen, Dr, Andrea Schwarz und Petra Maly, die Kooperationspartner und Sponsoren.

Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly sprach das Grußwort. Er hob die Bedeutung Luthers und das Wirken der evangelischen Kirche in Nürnberg hervor.

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"Haben wir den Mut, mit Zärtlichkeit die Schwierigkeiten und Probleme derer aufzunehmen, die uns nahe sind?" Mit diesen Worten zitierte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly Papst Franziskus und übersetzte sie in die Welt des Politischen, wo von Solidarität und Empathie gesprochen wird. Aber erst, wenn diese Werte in praktischem Handeln und Begegnen umgesetzt werden, können sie zu einer gestalterischen Kraft in einer Gesellschaft werden. Dazu braucht es Institutionen – wie z.B. die SinN-Stiftung – die den organisatorischen Rahmen für Begegnungen und Unterstützung schaffen, und es braucht Menschen, die sich entschließen, Flüchtlingen Deutschunterricht zu erteilen, Kindern in den Ferien einen Workshop anzubieten oder Hausbesuche zu machen. So entsteht praktische Integration, Bildungsgerechtigkeit, Willkommenskultur - gesellschaftliches Miteinander.

Vor fast 500 Jahren war es maßgeblich den Nürnberger Buchdruckern zu verdanken, dass sich Luthers 95 Thesen unaufhaltsam im deutschsprachigen Raum verbreiteten. Seitdem ist das Evangelische prägend für die Nürnberger Stadtkultur.

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Für die festliche Ausgestaltung der Jubiläumsveranstaltung sorgten die Ehrenamtlichen. Hier der Trompeter Jakiv Volftsun.

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Raschel Zhumabekova und Sofia Engelhard führten den Tanz "Freundschaft" vor, der während des letzten Workshops entstanden war.

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Fröhlicher Mittelpunkt des Festaktes war die Versteigerung des Wandbehangs "Einbezogen". Er ist das Produkt eines Kunstprojektes, in das Erinnerungsstücke von MigrantInnen in Form von Stoffen, Borten, Spitzen und kleinen Mitbringseln aus der Heimat eingefilzt wurden. Russischsprachige Zuwanderer, unterstützt von Petra Maly und der Filzkünstlerin Heidi Drahota, schufen ein Gesamtkunstwerk, das mitgebrachte Lebensgeschichten im direkten Sinn stofflich werden lässt.

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Wolfgang Graf Castell zu Castell sorgte als Auktionator für eine kauflustige Stimmung. Mehr als 2.000 € konnten für das Projekt "Lernträume - internationaler Nachhilfeunterricht" eingenommen werden. 

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Beim anschließende Buffet kamen Menschen aus Diakonie, Kirche, Politik und Stadtteil ins Gespräch: Diakoniepräsident Michael Bammessel und Priv.-Doz. Dr. Christian Eyselein (Neuendettelsau)

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Jan Gehrke von der freien evangelischen Gemeinde in Schweinau, Bezirksrätin Amely Weiß vom SOS-Kinderdorf Schweinau und Peter Reuter, Begründer des Stadtteilshauses "Leo".

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