Verleihung des Bürgerpreises am 19. Oktober im bayerischen Landtag

40 Ehrenamtliche der SinN-Stiftung fuhren am 19. Oktober 2017 zur Preisverleihung des Bürgerpreises 2019.

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Zuerst durften wir im Plenarsaal des Landtags Platz nehmen... (Bild: Stoffel)

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... und erfuhren eine Menge Wissenwertes über das bayerische Parlament. (Bild: Stoffel)

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Im Senatssaal wurden wir mit Musik empfangen (Bild: Bildarchiv Bayerischer Landtag)

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Im Senatssaal des Landtags gab es fast keine leeren Plätze. (Bild:Poss)

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Zuerst wurde der Beirat auf die Bühne gebeten, dem neben der Landtagspräsidentin Vertreter aller vier Fraktionen des Landtags angehörten. (Bild: Poss)

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Wir erhielten die Möglichkeit, auf der Bühne von unserer Arbeit zu berichten. (Bild: Bildarchiv Bayerischer Landtag)

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Die Landtagspräsidentin Barbara Stamm überreichte uns die Urkunde. (Bild: Stoffel)

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Wir auf der Bühne mit der Urkunde. (Bild: Stoffel)

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Und es war auch noch Zeit für ein kurzes Gespräch mit der Landtagspräsidentin. (Bild: Stoffel)

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Im Anschluss durften wir das herrliche Ambiente des Maximilianeums genießen. (Bild: Stoffel)

Unsere Dankesworte für die Auszeichnung

„Gott spricht: Ich schenke Euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in Euch.“ So schrieb der Prophet Hesekiel vor weit mehr als 2000 Jahren und er drückt wunderbar aus, was ich Ihnen, sehr verehrte Frau Landtagspräsidentin Stamm und sehr verehrte Mitglieder der Jury, mit meinem Dank für den Bürgerpreis im Namen unserer Ehrenamtlichen sagen möchte.

Unsere Integrationsarbeit fußt auf dem christlichen Glauben. Religion oder Spiritualität ist ein Grundbedürfnis des Menschen, eng verknüpft mit seiner Kultur und Mentalität.

Die Menschen, die aus der ehemaligen Sowjetunion zu uns gekommen sind, wurden dieses Pfeilers ihres Lebens oftmals beraubt, weil Religion in der Sowjetunion nicht gelebt werden durfte. Welcher Religion die Familie ursprünglich angehörte - der christlichen, der jüdischen oder der muslimischen - wissen die meisten trotzdem und diese Zugehörigkeit bekommt in der Krisensituation der Migration viel größere Bedeutung als im Heimatland. Es gibt aber diesen Abbruch der Traditionen und das Halbwissen über Religion schützt überhaupt nicht vor Ablehnung und Vorurteilen der jeweils anderen. Ganz im Gegenteil!

Wenn wir unseren Integrationsauftrag ernst nehmen, dann müssen wir damit umgehen, dass wir Versöhnung stiften müssen zwischen Menschen, die in ihren Herkunftsländern gelernt haben, sich abzulehnen oder sogar zu hassen. Das geschieht nicht nur durch Schulungen der politischen Bildung. Wir wissen, dass es gilt, die Herzen zu erreichen, dann wird uns auch ein neuer Geist geschenkt.

Das ist alles nicht neu. So schrieb es, wie gesagt, bereits Hesekiel vor mehr als 2000 Jahren.

Wenn wir nicht wollen, dass Fremdheit – das Anderssein des Anderen – Angst in uns auslöst, unser Herz hart und eng macht, dann brauchen wir Gelegenheiten, in denen wir uns gegenseitig zuhören, uns ins Gesicht schauen, miteinander etwas Schönes und Nützliches tun, woran wir alle Spaß haben. Dann entwickeln sich Gemeinsamkeiten, Verständnis und Solidarität.

Und wenn dann noch Menschen geschenkt werden, die ein solches Vorhaben unterstützen z. B. durch Belobigungen und auch durch finanzielle Zuwendungen. Dann ist das Gnade.

Ich bedanke mich im Namen der Ehrenamtlichen der SinN-Stiftung für die Unterstützung des Bayerischen Landtags und dass wir hier bei Ihnen so wunderschöne Stunden erleben dürfen.




Ansprechpartner

Dr. Sabine Arnold

Projektleiterin „Aussiedlerseelsorge“ der SinN-Stiftung, Dekanatsbeauftragte

Dr. Sabine Arnold, Historikerin und Slavistin. 1990 bis 1994 arbeitete sie wissenschaftlich und journalistisch in Moskau. Nach einigen Jahren journalistischer Tätigkeit für ARTE und Deutschlandfunk leitet sie seit 2007 die Arbeit mit russischsprachigen Zuwanderern bei der SinN-Stiftung Nürnberg.

„Kriege und Terrorerfahrungen des 20. Jahrhunderts haben bei uns und unseren ehemaligen Feinden Narben hinterlassen. Die Aussiedlerseelsorge wendet sich dem Einzelnen zu und schlägt Brücken zwischen den Nationen. Sie ist Friedensarbeit – in der historischen Rückschau genauso wie mit dem Blick nach vorn.“

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